„Manchmal ist vremd ganz schön fertraut!“

  

Interkulturelle Kinderakademie 03. – 05.06.2017

 

 Zum zweiten Mal lud die Kinderakademie Familien ein, die aus ihrer Heimat in Syrien, Afgha­nistan oder dem Irak fliehen mussten und die nun in Deutschland ein neues Zuhause haben. Zusammen mit deutschen Familien verbrachten sie das Pfingstwochenende, um sich gegen­seitig kennen zu lernen, Neues zu erleben und gemeinsam etwas zu gestalten.

 

70 Menschen kamen zusammen, der jüngste noch ein Baby, die älteste 77 Jahre alt. So weit wie die Altersspanne, so vielfältig waren die Bedürfnisse und Wünsche an dieses Wochen­ende. Mache hatten es lieber laut und wild, andere ruhig und sortiert, wieder andere mal so mal so. In der Musik und im Tanz, als Clowns und im Judo, mit Spielen und Kunst in der Natur konnten sich Kinder, Eltern und Großeltern ausprobieren und gemeinsam etwas gestalten.

 

Am Ende ging es in einer Karawane von Raum zu Raum, in den Wald und auf die Wiese, um zu erleben, was da alles entstanden ist und wie viele Möglichkeiten es gibt, etwas miteinan­der zu machen und sich zu verständigen. Und dies alles war da: Fairness üben, wie zum Bei­spiel beim Judo, Lachen mit anderen und auch über sich selbst, wie hier als Clowns, Wun­schwelten schaffen, wie in der Waldkunst-Ausstellung, eins werden, hier in der Bewegung zu Musik.

Im September geht’s weiter mit der nächsten interkulturellen Kinderakademie, und da geht es um „Krach, Klang, Stille“ (15. – 17.09.2017).


 

Wie wild darf’s sein?

 

Loccumer Kinderakademie 28. April- 1.Mai

 

 Um diese Frage drehte sich alles am langen Wochenende um den 1. Mai, und 80 Kinder und Erwachsene wollten es wissen. Dabei standen nicht exotische Tiere wie Löwe oder Tiger im Mittelpunkt, sondern wilde Tiere, die hier bei uns leben, zum Beispiel im Wald. Also machten sich die Wildtier-Forscher auf in den Klosterwald an der Akademie, mit Keschern, Becherlupen und Bollerwagen ausgerüstet. Begleitet wurden sie von einem richtigen Expertenteam: einer Biologin, zwei Umweltpädagogen, einer Wildnispädagogin und einem Förster mit Hund Paco (der wichtigste überhaupt!). In Bach und Teich, im Unterholz und auf den Wegen wurden viele interessante kleinste Wildtiere gefangen – und natürlich nach der Begutachtung gleich wieder frei gelassen. Auch Spuren von Tieren wurden gesichtet, aber: keine von Wölfen …

 

 Wie man eine Wolfsspur überhaupt erkennen und von Hundespuren unterscheiden kann, wo und wie Wölfe leben, warum sich manche Menschen von diesen scheuen Tieren bedroht fühlen – das alles erfuhren die Kinder von Wolfsbotschafterinnen, die in der Akademie zu Gast waren. Einen lebendigen Wolf gab es auch da nicht zu sehen, aber lebendige Fledermäuse, mitgebracht von einer Fledermaus-Tierärztin. Und so gab es neben viel Fledermauswissen auch Fledermausbeobachtungen und sogar -berührungen! Gustav, eine von Hand aufgezogene und daher gar nicht mehr wilde Fledermaus, wuchs den Kindern besonders ans Herz.

 

 Außerdem ging es auf eine richtige Bus-Exkursion, zur Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen. Dort sind Wildtiere untergebracht, die verletzt oder schutzlos aufgefunden wurden, und auch exotische Wildtiere aus fernen Ländern, die hier eingeführt, aber nicht gut versorgt wurden. Daher konnten die Kinder neben heimischen Greifvögeln und Igeln auch Kakadus und Schildkröten beobachten.

 

Doch woher kommt die Angst vor’m Wolf? Als „böser Wolf“ begegnet er uns oft in Märchen und auch in biblischen Erzählungen. Doch gibt es den Wolf auch hier als Tier, das die Menschen beschützt und behütet. Uralte Geschichten von Wölfen, die manchmal böse, oft gut, immer aber klug sind, erzählte uns eine Märchenerzählerin. Das gab Stoff zum Nachdenken … Wie gut, dass am Ende wilde Wolf- und Fledermausspiele standen, mit ganz wilden Kindern und ziemlich zahmen Eltern und Großeltern!


 

 

Von Heldinnen und Helden … 

 Literatur-Kinderakademie mit dem Autor Rüdiger Bertram

 

25. – 27.11.2016

 

„Helden wie wir!“, so lautete der Titel der Literatur-Kinderakademie, die traditionell im Advent stattfindet. Und natürlich waren die HeldINNEN hier mitgemeint! 70 Kinder und Erwachsene folgten der Einladung. Dieses Mal war der Autor Rüdiger Bertram zu Gast, denn Helden sind sein Spezialthema. Und die beschreibt er spannend und witzig in seinen Roman-Reihen, die irgendwie auch Comics sind und daher eine Menge Bilder enthalten, und zwar von dem Zeichner Heribert Schulmeyer.

 

Da gibt es zum Beispiel „Coolman und ich“: „Ich“ ist ein Junge, der Kai heißt und der am liebsten so ganz normal vor sich hinleben und nicht auffallen würde. Aber das klappt zu seinem Kummer nicht, denn er hat ja Coolman. Coolman ist ein Held – jedenfalls findet er selbst das …, und mit dem hat es etwas Besonderes auf sich: Er ist nämlich nur für Kai sichtbar, und er versucht mit tausend guten Tipps, Kai aus peinlichen Situationen herauszuhelfen. Das Problem ist nur, dass dadurch alles für Kai noch peinlicher wird …

 

Oder „S.W.A.P.“: Der Autor Rüdiger Bertram weiß selbst noch nicht so genau, was sich hinter dieser Abkürzung verbirgt, aber in dieser Kinderakademie konnte er gute Ideen dafür einsammeln. In der S.W.A.P.-Romanreihe geht es um zwei coole Jungen, Bob und Tim, die als Top-Agenten die Welt retten.

 

„Nur noch schnell die Welt retten“, das war auch das Motto eines von fünf Workshops, in denen die Kinder und Erwachsenen im Anschluss an die Lesung ihre eigenen Helden-Fantasien und -erlebnisse entwickeln konnten. Da gab es spannende Fotoheldenstories mit coolen Fotos und Zeichnungen, selbst erdachte Geschichten und Bilder, die dem Autor Rüdiger Bertram und seinem Zeichner Konkurrenz machen können, einen Preisverdächtigen Film mit dem Titel „Helden des Alltags – Helden wie wir!?“ * , ein großartiges Theaterstück zu Rut, einer Heldin aus der Bibel – und nicht zuletzt galt es Mutproben im Wald zu bestehen, bei totaler Dunkelheit und Nebel! Schließlich standen nacheinander 70 Heldinnen und Helden auf der Bühne, aufgeregt und stolz und ziemlich cool, um den anderen zu zeigen, was sie in ihren Workshops erlebt und gestaltet hatten.

*Hier ist der Link zum dem Film Helden des Alltags - Helden wie wir?" :

https://www.dropbox.com/s/9i281m91knyb3pz/Film_Loccum.mov?dl=0

 


„Neue Nachbarn! Mal rübergehen?"

 

Interkulturelle Kinderakademie 

14. – 16.10.2016

 

 Jedes Kind hat in der Klasse Klassenkameradinnen und -kameraden, die als Flüchtlinge in unser Land kamen – höchste Zeit für eine Kinderakademie, in der deutsche und Flüchtlingsfamilien gemeinsam eingeladen sind! Und so kamen an einem Wochenende Mitte Oktober über 50 Menschen zusammen: Familien aus Afghanistan, aus dem Irak, aus Syrien und Familien aus Deutschland. Jede Familie brachte ihre ganz eigene Geschichte mit, und alle waren neugierig darauf, sich gegenseitig kennen zu lernen, auszutauschen und gemeinsam schöne Dinge miteinander zu erleben.

 

Aber wie geht so etwas, wenn einige mit der deutschen Sprache aufgewachsen sind, andere schon ganz viel gelernt haben und wieder andere noch kaum etwas verstehen? Mit Händen und Füßen und auch mal mit Übersetzung und vor allem im gemeinsamen Tun! Und zu tun gab es eine Menge: Einige Familien waren im Wald und erlebten Abenteuer, zum Beispiel beim Bäche überqueren. Andere waren als Künstler aktiv. Sie schufen ein wunderschönes Dorf mit Häusern, in denen jede und jeder einen Platz zum Wohfühlen findet. Dann gab es die Musiker und Tänzer und all die, die auf der Judomatte den „sanften Weg“ kennen lernten –nämlich Sieger zu sein, indem man nachgibt!

 

Das Wichtigste bei all dem war: Alle haben viel Neues erlebt und großen Spaß gehabt, ob drei oder 13 Jahre alt, 43 oder 73! Viele haben neue Freundinnen und Freunde gewonnen, und ganz viele wollen wieder kommen! Und zum Glück geht es weiter: An Pfingsten findet die nächste interkulturelle Kinderakademie statt: „Manchmal ist vremd ganz schön fertraut!“ findet vom 03.06. – 05.06.2017 statt, und ALLE sind herzlich dazu eingeladen!

 

 


Tiere brauchen Freunde!

Das wissen Kinder sowieso, denn oft sind Kinder und Tiere die besten Freunde. Manchmal sind Kinder sogar Beschützer von Tieren – oder umgekehrt: Tiere beschützen Kinder. Aber wie steht es um die Tiere, zu denen man besser Abstand hält? Brauchen auch sie unsere Freundschaft?

 

Um herauszufinden, wie ein gutes Miteinander von Menschen und Tieren aussehen kann, trafen sich 50 Kinder im Alter von drei bis acht Jahren, Eltern und Großeltern an einem sonnigen Wochenende im April in Loccum. Nach einem ersten Erzählen, Malen und Spielen zu eigenen Mensch-Tier-Erlebnissen ging es auf große Tour:

 

Eine Gruppe fuhr zu einem Bauernhof der Tier-hilft-Mensch-Stiftung Bernd Hildebrandt. In den Begegnungen mit Schweinen, Hühnern, Schafen, Eseln und Pferden erlebten die Kinder hautnah, wie schön es ist, die Tiere zu streicheln, zu füttern und behutsam zu führen – und wie beruhigend und beglückend sich das auf die Seele auswirkt. Dazu bedurfte es nicht vieler Worte, aber großer Achtsamkeit!

 

Die andere Gruppe fuhr zu der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen. Dort erfuhren die Kinder, welche Tiere die Hilfe von Menschen brauchen, weil sie bei uns in den Wäldern verletzt oder schutzlos aufgefunden wurden oder weil sie als wilde Tiere aus fernen Ländern hier eingeführt, aber nicht gut versorgt wurden. Hier konnten Igel und Schildkröten gestreichelt werden, Schlangen, Kakadus und heimische Greifvögel beobachtet werden.

 

Am Nachmittag ging es ab in den Loccumer Klosterwald – und da wurde Kunst gemacht: Mit Stöcken, Moos, Blüten und Blättern schufen Kinder, Eltern und Großeltern Paradiese, in denen Menschen und Tiere friedlich und in Freundschaft miteinander leben.

 

Und was sagt die Bibel zum Umgang von Menschen und Tieren miteinander? Eine der bekanntesten Geschichten, von Noah und seiner Arche, wurde einmal ganz anders erzählt und erlebt: Eine große blaue Tüte war das Schiff, hineinwandernde Kinderschuhe waren die Tierpaare, und umherfliegende Hüte waren ausgesandte Boten!

 

Zweierlei wurde an diesem Wochenende deutlich:

 

  • Der Platz, den Tiere im Herzen von Kindern haben, ist mindestens so groß wie die Arche!

  • Freundschaft zu Tieren kann und muss auf viele verschiedene Arten entstehen und sich entwickeln, damit es beiden gut geht – den Menschen und den Tieren!


Ich bin! - Aber wer?

Das war die Frage, die 50 Kinder, ihre Eltern und Großeltern an einem Wochenende Mitte Februar in der Akademie umtrieb. Mit Matroschkas und Legosteinen, beim Erzählen und Dichten, Malen, Basteln und Spielen erkundeten Kinder und Erwachsene ihr eigenes Ich und fanden mehr und mehr heraus, was in ihnen steckt. Das verlief meistens in Generationen getrennten Gruppen, doch fanden auch immer wieder Treffen zum Austausch neuester Erkenntnisse statt. Da gab es zum Beispiel kurze Theaterszenen, die die Schwierigkeiten des ‚Ich‘ im Kampf mit widersprüchlichen Gefühlen oder auch bei der Bewältigung von Herausforderungen zeigten. Auf einem ‚Marktplatz’ wurde anhand von Legobauten und Schachtelgebilden sichtbar, wie vielfältig diese ‚Ichs‘ sind. Das war neben eigenen Stärken, wie gut Fußball spielen und sich für andere einsetzen, auch Schwächen, wie manchmal ungerecht und gemein zu sein. Großen Raum nahmen für die Kinder auch Wünsche und Ängste ein, und besonders wichtig war alles, was den Kindern Halt und Sicherheit gibt: ihre Familie, Freundinnen und Freunde, der Glaube.

Abschließend kamen alle zu dem Ergebnis, dass es kein abschließendes Ergebnis geben könne in der Erkundung ihrer „Ichs“: Vieles blieb noch unentdeckt, im Dunkeln - und Manches kann noch ungeahnte Wege nehmen im Laufe des weiteren Lebens … Es bleibt also immer spannend, das Ich-Erforschen. So erleben es auch die beiden Philosophie-Expertinnen, Gerlinde Krehn und Maria Jacobs, die die Kinder und Erwachsenen an diesem Wochenende begleiten. Mit dieser Erkenntnis konnten dann alle sehr gut nach Hause fahren!

 

Mit "Elfchen" (Gedichten, die aus 11 Wörtern bestehen und in einer bestimmten Weise angeordnet sind) beschrieben die Kinder, wer sie sind.

Hier zwei Beispiele:


Vertraute Welt ---

¿ʇllǝʇsǝƃ ɟdoʞ uǝp ɟnɐ

Die Erde dreht sich im Kreis. Immer und immer wieder. Genauer betrachtet stehen wir und unsere ganze Welt dann oft auf dem Kopf - oder nicht? Davon, dass die große Welt sich dreht, merken wir gar nichts. Aber auch unsere kleine Welt schwankt manchmal, verändert sich, schlägt Purzelbäume und oft kommen wir selbst gar nicht so schnell mit. Wie sich das anfühlt, wenn unsere gewohnte Welt auf einmal ganz anders ist, dieser Frage haben sich 95 mutige Kinder und Erwachsene bei der Kinderakademie „Vertraute Welt – auf den Kopf gestellt“ am zweiten Adventswochenende gestellt.

  

Was passiert, wenn ich umziehe und in eine neue Klasse komme? Wie fühlt sich ein Maulwurf oben auf dem Wipfel eines Baumes? Wie verändert der Clown die Welt? Wann hatte ich das letzte Mal Angst? Was mache ich, wenn meine Eltern sich zerstreiten? Diesen Gefühlen wurde in Kleingruppen nachgegangen. In Standbildern wurden sie eingefroren und am nächsten Tag beherzt besiegt.

 

Am Samstagvormittag erzählte die Autorin und Kinderzirkusdirektorin Nina Weger von Tom, dem mutigsten Jungen der Welt, der sich auf die Suche nach seinem Vater begibt und dabei das Abenteuer seines Lebens erlebt. Danach entwickelten die Teilnehmenden eigene Mut-Geschichten: Von der Freundschaft zwischen einem Maulwurf und einem Eichhörnchen. Von einem lahmen Mann, der plötzlich wieder laufen kann. Von einem Mädchen, das in der Schule geärgert wird. Ob Film, Radio oder Kurzgeschichte - alles war dabei. Ganz persönliche Mutbücher wurden gebastelt, beim Trommeln mutig aus der Reihe getanzt und der Welt als Clowns die Zunge herausgestreckt. 

 

Zum Schluss der Kinderakademie aber war die Aufregung besonders groß: In einer fulminanten Abschlusspräsentation wurde der Hörsaal auf den Kopf gestellt und dem Lampenfieber entschlossen entgegengetreten. Da hieß es: Bühne frei und los!


Wald- und Kirchenmäuse auf Futtersuche unterwegs in Loccum!

Am letzten Oktoberwochenende versammelten sich "Wald - und Kirchenmäuse" in der Akademie, um sich auf Suche nach Futter für den Winter zu begeben. Dass Mäuse wie Menschen in kargen Zeiten nicht nur etwas für den Magen brauchen, sondern auch seelische Nahrung, erfuhren die 39 Kinder, ihre Eltern und Großeltern gleich zu Beginn durch "Frederick". Die berühmte Farben, Licht und Wörter sammelnde Maus, aus der Fabel von Leo Lionni, gab es ganz groß als Bilderbuchkino. Dann wurden Frederick-Futtersammel-Taschen gebastelt, genäht und beklebt, und mit denen ging's anschließend los in den Wald oder ins Kloster.

Die "Waldmäuse" forschten zwischen Bäume und Moos nach Mäusespuren und wurden fündig: Neben Mäuselöchern, die zu den Futterkammern der Mäuse führten, fanden sie Eicheln, Kastanien, Blätter, Gras und Moos. Das alles brauchten sie für Mäusehöhlen, die die "Mäuse" aus Pappkarton und Pappröhren bastelten und mit den Waldschätzen liebevoll ausstatteten. Es gab gut gefüllte Vorratskammern, kuschelige Schlafplätze und bunte Blätter und Früchte zum Erfreuen von Auge und Seele!

Die "Kirchenmäuse" suchten die dicken Klostermauern nach Mäuselöchern ab.

Außerdem schauten sie sich auf Kirchenfenstern und in Steinmauern Tier- und Pflanzendarstellungen an, die Mönche vor vielen 100 Jahren gestalteten, um mit diesen Bildern Geschichten aus der Bibel zu erzählen und Gott für alles, was er geschaffen hat, zu danken.

Mit all diesen Schätzen im Kopf bemalten die "Kirchenmäuse" schließlich eigene kleine Fensterscheiben, die so stark leuchteten, dass allen ganz hell wurde!

 

Übrigens: Wie bei Frederick und seinen vier Freunden in der Fabel, so gab es auch bei den Zisterziensermönchen im Loccumer Kloster einige die sich um das Essen kümmerten und einige, die für die seelische Nahrung zuständig waren, indem sie zu Gott beteten und sangen - und auch im Schweigen an ihn dachten.     


Prima Klima - tolles Leben?!

Der globale Klimawandel und das ganz private Leben jedes Einzelnen - was hat das miteinander zu tun? Mit dieser Frage setzten sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf der Tagung "Prima Klima - tolles Leben?!" auseinander. Der jüngste neun, die älteste 79 Jahre alt, aus verschiedenen Herkunftsländern und mit ganz unterschiedlichen Erwartungen an das Wochenende - doch in einem waren sich alle einig: Jeder trägt mit seiner Art zu leben eine Menge zum Klimawandel bei. Und das nahmen wir genauer unter die Lupe, so am Beispiel eines Lieblingsgerichtes von Vielen: der Tiefkühlpizza. Von der Herstellung über den Transport bis zum Auspacken und Backen kommt eine Menge Müll zustande, den die Atmosphäre verkraften muss - und nicht verkraften kann.

Dass es auch anders geht, und dass jeder Einzelne eine Menge zum Erhalt der Schöpfung beitragen kann, erlebten wir auf einer Exkursion ans Steinhuder Meer. Die Landschaft, die durch jahrzehntelangen Torfabbau völlig verödet war, ist durch das hartnäckige Engagement von Natur- und Tierschützern Stück für Stück wieder zu einer lebendigen tier- und pflanzenreichen Moorlandschaft geworden.

 

Gemeinsam mit Schüler/innen, die sich in der Initiative Youthinkgreen für ein besseres Klima einsetzen, überlegten wir, was jede/r einzelne bei sich zu Hause, in der Schule oder im Sportverein verändern kann - und hatten einen ganzen Sack voller Ideen. Das war allerdings auch nicht überraschend, denn die Kinder und Jugendlichen dieser Kinderakademie hatten ein enormes Wissen und viel Lust, etwas zu tun für ein PRIMA KLIMA!


Tierisch gut! Tiere kennen und schützen

Was wäre unsere Welt ohne Tiere: der Hund, mit dem wir toben, die Katze, die nie macht, was wir wollen, der Vogel, der uns morgens weckt... Und dann gibt es da noch die Tiere im Wald, im Zoo und auf dem Bauernhof. Und die Tiere, die wir essen.

Wie gehen wir mit unseren Mitgeschöpfen um, wie achten wir sie und was müssen wir beachten? In unserer Kinderakademie "Tierisch gut! Tiere kennen und schützen" haben wir uns mit dem Umgang von uns Menschen mit den Tieren, die uns umgeben, beschäftigt. Dazu haben wir die Tiere an verschiedenen Orten aufgesucht: im Wald, mit Becherlupe und Kescher und auf dem Bauernhof, mit vielen Fragen an die Bauern zur Haltung ihrer Tiere. Außerdem haben uns junge Natur- und Tierschützer besucht und uns erzählt, wie man selbst aktiv werden kann.